Die rund 50 Sängerinnen von „Chorlight“ konnten beim jüngsten Konzert in der „Alten Kirche“ ihre etwa doppelt so vielen Zuhörer zweifellos überzeugen. Chorleiter
Achim Baas hatte seine Mannschaft bestens geschult, sowohl was das Gesangliche, als auch das Darstellerische betrifft. Die sieben Jahre alte Chorgemeinschaft hatte im Kulturzentrum sozusagen ihr
Konzertdebut. Bislang war man zwar hier und da schon als Mitwirkender aufgetreten, doch zu einem eigenständigen Konzert war der Chor noch nicht gekommen. Mit dem Vinninger Auftritt hat „Chorlight“ jedenfalls seine
Feuertaufe gekonnt überstanden. Der Beifall des begeisterten Publikums und der Ruf nach Zugaben am Ende des Konzerts waren ein eindeutiger Beweis dafür.
Mit einer „Intrada a capella“ stellten sich
die Aktiven, eine bunte Mischung aus Jung und Alt, gekleidet in Schwarz mit grünem Schal, instrumental unverbrämt vor, um danach gleich nach der sogenannten Eurovisionsmelodie zu singen „Let`s joyfully raise our voices
– Lasst uns froh unsre Stimmen erheben“. Das tat man dann auch während der gesamten Vorführung, wobei nicht nicht die Qualität des Gesangs sondern auch die Freude daran immer wieder offensichtlich wurde.
Inhaltlich brachte man eine breitgestreute Palette von Traditionellem und Modernem, von Englischem wie Deutschem, von Ernstem wie Heiteren, von Getragenem wie Schwungvollen, Bekanntem wie Unbekanntem, jeweils im
voraus kurz erläutert vom Chorleiter. So waren Gospels wie „How great ist our god“ ebenso zu hören wie das „Hail, holy queen“ aus dem Film „Sister Act“, und das alte „Ich wollt`, ich wär ein Huhn“ stand neben dem Lied
„Das Lama“ nach einem Text von Heinz Ehrhard.
„Probier`s mal mit Gemütlichkeit“ aus dem Disney-Film „Dschungelbuch“ machte ebenso viel Spaß wie das alpenländische „Wann I zum Tanz`n geh“. Wo`s nur
möglich war, ließ der Chor auch passend Darstellerisches einfließen, und zwar nicht nur mit Mimik und Gestik. Beim Sister Act-Gesang trat so selbstverständlich eine Nonne auf wie beim Ausflug ins Bayrische eine
entsprechend gekleidete Ländlergruppe samt Hofhund, die auch noch zwischendurch ein Tänzchen aufs Parkett legte.
Den Schlusspunkt „Let the sunshine in“ präsentierte das Ensemble sogar zweimal, und
zwar das zweite Mal mit Zuhörerbeteiligung, klatschend wie singend. Mitreißend aber auch der Medley aus dem Film „Der König der Löwen“ oder das ebenso schwungvolle „California dreaming“. Achim Baas, aus den vergangenen
Jahren in Vinningen schon mit seinen Chören „Young voices“ und „Sine nomine“ noch in bester Erinnerung, konnte auch diesmal mit seiner Arbeit überzeugen, nicht nur als Chorleiter und Moderator, sondern auch als
musikalischer Begleiter und sogar Mitsänger.