, 1971 in Tettnang am Bodensee geboren. Studierte Germanistik und Sozialkunde in
Saarbrücken, wo er auch sein Referendariat absolvierte.Seit 2001 unterrichtet er als Lehrer an einer Realschule in der Pfalz und lebt seit vielen Jahren in Frankreich.Das Buch
„Am siebten Tag erschuf Gott die Vergänglichkeit“ erzählt die Geschichte eines Lebens an der deutschfranzösischen Grenze. Jean-Pierre Dehlinger, geboren während des Ersten Weltkrieges, wächst in ärmlichen
Verhältnissen auf und kämpft zu Beginn des Zweiten Weltkrieges als Soldat für die Französische Armee. Nach der Kapitulation wird von der Wehrmacht zwangseingezogen. Während eines Heimaturlaubes gelingt es
ihm zu desertieren und sich mitHilfe seiner jungen Frau Marie in seinem Heimatdorf Schmittviller zu verstecken, um mit der Befreiung gegen Kriegsende noch in amerikanische Kriegsgefangenschaft zu geraten.
Der Roman basiert auf einer wahren Begebenheit und umfasst den Zeitraum von 1917 bis 2007. Über drei Generationen hinweg werden die dramatischen Auswirkungen des deutsch-französischen Verhältnisses auf den „kleinen
Mann“ beschrieben. So kämpft Schwiegervater Francois Holzritter während des 1. Weltkrieges an der Seite seiner deutschen Kameraden für das Kaiserreich. Seine Töchter Marie und Eugénie hingegen werden 1939 im Zuge der
deutschen Besatzung in die Charente evakuiert. Insofern erzählt der Roman auch die Geschichte von starken Frauen, die sich in den Wirren der Kriege und
den Jahren danach behaupten. Frauen, die neben Not
und Armut auch die althergebrachten Sichtweisen einer dörflichen Männerwelt erdulden müssen und dennoch den Glauben an die Liebe nicht verlieren wollen.
Wie die junge Astrid Dehlinger, die sich in den gut
aussehenden Jean-Marie Hoffmann verliebt und dabei den heftigen Widerstand ihres Vaters überwinden muss. Und wie es ein europäisches Schicksal will: Jahrzehntespäter verliebt sich eine junge Frau aus diesem Dorf in
Lothringen in einen Deutschen – einfach so, ohne Hemmnisse oder Krieg. Zumal jener Deutsche während einer Reise zum Nordkap in eine Situation gerät, welche ihn dazu bringt, sich mit der tragischen Geschichte der
Großväter zu befassen, die ihn zugleich mit der Vergänglichkeit konfrontiert.