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Ensembles der Kreismusikschule begeistern ein großes Publikum
Randvoll besetzt präsentierte sich das Kulturzentrum „Alte Kirche“, als die beiden ersten von insgesamt sechs Ensembles der
Kreismusikschule Südwestpfalz ans Werk gingen. Zum 14. Mal startete in dem denkmalgeschützten Gebäude die Veranstaltung „Ensembles musizieren“, erneut mit einer erfreulichen Zuhörerresonanz. Zum
Auftakt spielten „Piccolo-Bello“ und „Flutissimo“, zwei Querflöten-Gruppierungen von und mit Musiklehrer Michel Roublot. Mitr „Sailors Hornpipe“, einem englischen Traditional, und Luigi Gianellis „Die Klatschweiber“
konnten neben Roublot die Mitwirkenden Heike Bodesohn, Alexandra Hemmer, Franziska Malzer, Thirza Schüle und Geraldine Zimmermann voll und ganz überzeugen. Auch der folgende Block war dem
Instrument Flöte gewidmet, allerdings der Blockflöte. Für das Ensemble „Whoop it up“, eine Blockflöten-Gruppierung von und mit Karin Wiesner, war es das Debüt in der „Alten Kirche“ und das wurde glänzend bestanden. Die
zehn Eleven und ihre Meisterin agierten teilweise komplett, dann wieder nur zum Teil, und zwar bei insgesamt sechs Titeln, die meisten davon recht bekannt, so Charpentiers „Triumphmarsch“ als klassische Komponente, oder
„Wochenend und Sonnenschein“ als Ausflug in die Schlagerwelt. Durchweg modern ging es beim Blechbläserensemble „deep rooted“, von und mit Michael Hupperts, zu. Die vier beteiligten Musiker, Sven
Storck und Alexander Jung (Posaune), Nicolas Kunz (Tuba) und Michael Hupperts (Cajon) widmeten sich musizierend, singend und klatschend vier Titeln aktueller Brass Bands, so „What`s my name“ von der Hot & Brass Band
und „Let`s get it on“ von der Rebirth Brass Band. Das bildete natürlich einen echten Kontrast zum Vorausgegangenen, riss mit und sorgte für Abwechslung. Die „Flöten in Jeans“, ebenfalls unter
Roublot, sowie das größte Ensemble des Abends, die „Stringwalker“ unter Harald Bellaire, bestritten den zweiten Konzertteil nach der Pause. Erstere widmeten sich klassischen Stücken wie Boismortiers „Allegro aus dem
Konzert A-Dur“, Bizets „Marsch aus Carmen“ und schließlich Mozarts „Alla Turka“ und bestritten diesen Ausflug in die musikalische Vergangenheit wie bei den Auftritten in letzten Jahren beeindruckend souverän. Das kann auch über die „Stringwalker“ gesagt werden, die sich einige Traditionals und Songs des letzten Jahrhunderts ausgesucht hatten. Die etwa 25köpfige Gitarrengruppe wurde begleitet von
Franziska Melzer, Querflöte, sowie einigen Sängerinnen. Dabei erwies sich die 12jährige Anna Wernicke als besonders ansprechend. Eine bemerkenswerte Stimme, aber auch die Intensität des Vortrags ließen das Traditional
„Amazing Grace“ und vor allem das als Zugabe ins Spiel gebrachte „Hallelujah“ des kanadischen Songwriters Leonard Cohen zu einem echten Hörerlebnis für das andächtig lauschende Publikum werden.
Wieder einmal hatte die Kreismusikschule Südwestpfalz unter ihrem Leiter Roland Schwindinger beweisen können, dass die Schüler nicht nur instrumental nach vorne gebracht werden, sondern dass es immer wieder
gelingt, sie zu wohlfunktionierenden Ensembles zusammenzubringen. Keine Frage also, dass der Einrichtung, aber auch den beteiligten Lehrkräften, zu Recht eine Laudatio des Veranstalters, der Ortsgemeinde Vinningen,
zuteil wurde. |