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Gudrun Petran aus Pirmasens, Jahrgang 1936, hat ihre stets latent vorhandene Liebe zur Malerei erst fast 20 Jahre nach dem Ausscheiden aus dem Berufsleben wiederentdeckt. Zuvor mussten
ihre künstlerischen Ambitionen stets den Widrigkeiten des Lebens das Feld räumen. Ebenso wie vielen Pirmasensern ihrer Generation blieb auch ihr der Besuch einer weiterführenden Schule verwehrt. Das eigentlich erträumte
Kunststudium war somit unerreichbar. Dessenungeachtet wurde ihr Talent schon während der Schulzeit entdeckt. Den Beweis liefert unter anderem das Blatt „Erntekranz“, das Petran bereits im Alter von 13 Jahren unter ihrer
damaligen Kunstlehrerin mit Buntstiften zeichnete, wobei Licht und Schatten mit dem Radiergummi aufs Papier gezaubert wurden. Auch heute noch ist ihr Lieblingsthema die Natur, die sich für sie am besten in der
unerschöpflichen Vielfalt der Blumen manifestiert. Diese bedeuten für sie nicht nur das immer wiederkehrende Keimen der Schöpfung, sondern auch pure Lebensfreude. |