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Salonorchester schafft Verzauberung durch Melodien Dem „Salonorchester Theo Reinhard“ gelang es im Kulturzentrum „Alte Kirche“ voll und ganz, das zu erreichen, was mit dem Konzerttitel „Im Zauber der Melodien“
versprochen worden war. Die mehr als 50 Zuhörer wurden sowohl durch das musikalische Angebot als auch durch dessen Interpretation tatsächlich verzaubert und für zwei Stunden in eine Atmosphäre des Genießens, Träumens
und Geschmeicheltseins versetzt.Die sieben Musiker, Orchesterleiter Theo Reinhard am Klavier, Herbert Kern, Cello, und Tatjana Scheider, Bettina Stein-Bayer, Lisa Stiffel, Paul Bohl, Klaus Buhre, Geige,
erreichten dies vor allem durch ein sensibles Spiel der mitgebrachten durchweg bekannten Stücke. Mit unterschiedlichen Rhythmen von Stücken, die das Lebensgefühl von Ländern und Völkern repräsentierten, sorgte man für
Abwechslung im Sound. Die Hintergrundinformationen, geliefert von Klaus Buhre, erzeugen zusätzliche Aufmerksamkeit. So stand der Walzertakt im Vordergrund bei Lehars „Gold und Silber“, beim „Reigen“ von
Oscar Strauß und schließlich beim „Kaiserwalzer“ von Johann Strauß. Osteuropäisch Rasantes bot man dagegen mit den Stücken „Rumänisch“ und „Zigeuner-Sehnsucht“. Bei letzterem wie auch bei ähnlichen Stücken übernahm
Tatjana Schneider jeweils die Solopartien und brillierte dabei mit einem faszinierenden Geigenspiel. Czardas-Rasanz machte sich noch einmal breit bei der Lehar-Komposition „Lied und Czardas“. Orientalisch wurde es beim
Titel „Auf einem persischen Markt“ und ein gelungener Sprung über den Atlantik nach Südamerika gelang mit dem Tango „La Cumparsita“. Mit einer Lehar-Melodienfolge stellte das Orchester schließlich eine
Fülle bekannter Operettenarien in den Raum, um schließlich auch noch zum Musical vorzustoßen. Präsentiert wurden dabei zwei Stücke, nämlich „Memory“ aus „Cats“ und „The Music of the Night“ aus „The Phantom of the
opera“, beide von Andrew Lloyd Webber. Den Schlusspunkt setzte das immer noch in bester Spiellaune agierende Ensemble schließlich mit dem insbesonders durch Frank Sinatra bei uns bekannt gewordene „My way“, das
allerdings seinen Ursprung beim „Comme d`habitude“ des französischen Sängers Claude Francois hat. Keine Frage, dass trotz intensiven Spiels aufgrund des langanhaltenden Beifalls auch noch eine Zugabe drin war und danach
erst das offensichtlich angetane Publikum in bester Laune den Nachhauseweg antrat. |