“Kammermusikalische Weltmusik” mit dem “Cuarteto Mosaico”, So, 4. 2. 2018, 19 Uhr

Cuarteto Mosaico – Kammermusikalische Weltmusik mit Faible für Details und das Besondere. Nina Hacker am Bass, Uta Wagner an der Percussion, die Querflötistin Britta Roscher und der Gitarrist Ulrich Schlosser fügen musikalische Kostbarkeiten aus Süd- und Lateinamerika zusammen und kombinieren sie mit europäischer Folklore. Folkloristisch aber auch virtuos, sowohl jazzig als auch melodiös, ein wenig populärmusikalisch und doch klassisch anspruchsvoll. Musik an der Schnittstelle von Klassik, Weltmusik und Tango!

Britta Roscher – Querflöte

Querflötenstudium an der Wiesbadener Musikakademie und künstlerische Ausbildung an der Hochschule für Musik Detmold.

Nina Hacker – Kontrabass und E-Bass

Studium Jazz/Popularmusik an der Hochschule Franz Liszt Weimar, künstlerisches Diplom.

Uta Wagner – Schlagzeug

Musikstudium in Wiesbaden, Unterricht und masterclasses bei Peter Erskine, Carola Grey, Claus Hessler, Juan Bauste Granda.

Ulrich Schlosser – Gitarre

Studium am Peter-Cornelius-Konservatorium in Mainz bei Michael Koch und an der Hochschule für Musik in Frankfurt/Main bei Prof. Michael Teuchert.

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Das „Cuarteto Mosaico“ beim wohlgelungenen Konzert im Kulturzentrum „Alte Kirche“, von links Britta Roscher, Querflöte, Ulrich Schlosser, Gitarre, Nina Hacker, Bass, und Uta Wagner, Schlagzeug
Foto: Feldner

„Cuarteto Mosaico“ begeistert

mit vorwiegend süd- und lateinamerikanischen Melodien

 Zwar waren es nicht allzu viele Zuhörer, die das Kulturzentrum „Alte Kirche“ angesteuert hatten, um das „Cuarteto Mosaico“ zu erleben, doch keiner davon brauchte den Weg zu bereuen. Was die vier Musiker auf der Bühne produzierten, sorgte ohne Abstriche für ein rundum hörenswertes musikalisches Ereignis.

Versprochen worden war „kammermusikalische Weltmusik“, das heißt eine Kombination von musikalischen Kostbarkeiten aus Süd- und Lateinamerika, kombiniert mit europäischer Folklore“, virtuos, jazzig, aber auch melodiös dargeboten, und dieses Versprechen hielten die drei Musikerinnen und ihr Kollege voll und ganz ein. Das Faible der Akteure für Details und Besonderes wurde immer wieder offensichtlich, besonders natürlich bei denen, die durch des öftern vorkommende Solopassagen in den Vordergrund traten.

Das war einmal Britta Roscher, die ihre drei Querflöten exzellent beherrschte und damit die dafür besonders geeignete Akustik des Gebäudes für sich auszunutzen verstand. Aber auch der Gitarrist Ulrich Schlosser wusste seine Instrument hervorragend einzusetzen und demonstrierte auf diese Weise, dass es von einem überaus versierten Musiker bedient wurde. Die Schlagzeugerin Uta Wagner betätigte sich in ihrer Begleitrolle stets so, dass die Lautstärke der sensiblen Akustik der ehemaligen Kirche bestens gerecht wurde, und Nina Hacker am Bass stand ihrer Kollegin kein bisschen nach.

Gespielt wurden Stücke von Komponisten aus der Vergangenheit, wie beispielsweise von Luis Fernandez das „El pollo Ricardo“, von Ernesto Nazareth das „Escorregando“ und „Garoto“ oder schließlich vom weltbekannten Astor Piazolla der „Libertango. Vorwiegend widmete sich das Quartett jedoch den zeitgenössischen Musikmachern wie Maximo Diego Pujol mit „San Telmo“ und zum Abschluss mit „Candombe de los Buenos Tiempos“ oder Celso Machado mit „Sambossa“. Aber auch europäische Komponisten kamen zum Zug, wie Joachim Storl mit „So far away“, Michal Urbanek mit „Liliana“  oder Stefan Oser mit „Tudo bem“.

Nahezu durchweg spielte man zu viert. Lediglich zweimal klinkte sich einer der Akteure aus, so die Schlagzeugerin bei dem Klagelied „Lamentos“ von Pixinguinha und die Flötistin bei der „Berceuse“ von Leo Brouwer. Vertreten war auch der sehr bekannte Chick Corea, und zwar mit seinem immer wieder gern gehörten Titel „Spain“. Im übrigen wurde durch die Musiker einiges so arrangiert, dass es in der gewählten Besetzung überhaupt dargeboten werden konnte. Nicht vergessen wurde, im voraus zu den meisten Stücken auch einige Hintergrundinformationen zu liefern.

Fazit: Die vier Künstler, die aus dem Raum Wiesbaden/Frankfurt kommen, gestalteten ein von Anfang bis Ende fesselndes Konzert, das in Erinnerung bleiben wird. Jeder einzelne konnte unter Beweis stellen, dass er sein Instrument in besonderer Weise beherrscht und einzusetzen weiß. Als Quartett demonstrierte man sich bestens aufeinander eingespielt, so dass das Publikum Gründe genug hatte, mit Beifall nicht zu sparen, und es schließlich noch über das Programm hinaus zu einer rasant gespielten Zugabe kam.