“Klavier mit zwei, vier oder mehr Händen” — Christof Heringer mit besonders begabten Schüler, So, 25. 3. 2018, 18 Uhr

Anna und Katharina Reich
Paul Könnel
Julian und Yannick Ermshaus

Schülerinnen und Schüler aus der Klavierklasse Christof Heringer der Kreismusikschule spielen Werke von J.S. Bach ,C. Orff, F. Chopin, C. Debussy u.a.

Die Mitwirkenden sind:

Julian und Yannick Ermshaus

Katharina und Anna Reich

Paul Könnel

und Christof Heringer

_______________________________________________________________________________________________________

Bei einem erstaunlich präzise vorgetragenen Johann Sebastian Bach-Titel in drei Sätzen spielten Paul Könnel, Anna und Katharina Reich (von links) zusammen mit Christof Heringer (Mitte) ein mit acht Händen intoniertes Werk.
Foto: Feldner

Klavierschüler von Christof Heringer

boten glänzendes Konzert

Mit dem Konzert „Klavier zu zwei, vier und mehr Händen“, angeboten im Kulturzentrum „Alte Kirche“, konnten Christof Heringer und sieben seiner begabtesten Schüler einen erfreulich hohen Leistungsstand unter Beweis stellen. Etwa 30 Zuhörer bekundeten durch viel Applaus ihre Anerkennung für ein Leistungsspektrum, zu dem auch zwei Achtjährige beitrugen.

Eröffnet wurde das Konzert durch den Musiklehrer, Pianisten und Komponisten selbst, und zwar mit zwei Eigenkompositionen, einmal aus dem „Pirmasenser Klavierbüchlein“, des weiteren aber auch mit einem Beispiel aus den jüngst entstandenen „Spanischen Skizzen“, und zwar dem Titel „Espana“. Anschließend war Christof Heringer als Gitarrist zu erleben, und zwar zusammen mit Paul Könnel, ebenfalls Gitarre, sowie bei Mauro Giulianis „Allegretto“ auch noch mit dessen Mutter Nicole Könnel am Klavier. Das Duo beziehungsweise Trio bot drei Tanzweisen und demonstrierte dabei ein hervorragendes Zusammenwirken.

In der Folge spielten zwei junge Vinninger, nämlich Yannick und Julian Ermshaus, zuerst vierhändig, dann jeder für sich allein. Dabei befasste sich der jüngere Julian mit Robert Schumanns „Wilder Reiter“ und Yannick anschließend mit einem der wenigen modernen Stücke des Abends, Hermann Beeftinks „Rock`n Roller“. Die achtjährige Valerie Venzke aus Queidersbach ging gleich dreimal ans Werk und konnte mit ihren beiden klassischen Beiträge sowie mit Christof Heringers „Kirchen und Glocken“ aus seinem „Pirmasenser Klavierbüchlein“ glänzend abschneiden.

Als längstes und sicherlich recht aufwendiges Vorhaben erwies sich schließlich das letzte Stück vor der Pause, Johann Sebastian Bachs „Concerto für 4 Cembali a-moll“, gespielt von Katharina und Anna Reich aus Thaleischweiler-Fröschen, Paul Könnel aus Hermersberg und Christof Heringer. Das Quartett spielte die drei Sätzer Allegro, Largo und Allegro in einem exzellenten Zusammenspiel. Das galt auch für den Schlusstitel des zweiten Konzertteils, Auszügen aus Carl Orffs „Carmina Burana“, offeriert vierhändig von Paul Könnel und Christof Heringer. Ersterer erwies sich im Duo wie zuvor im Quartett als wahrer Könner und belegte dies auch in der Solistenrolle mit Aram Khachaturians „Allegro“. Laut Information durch seinen Musiklehrer spielt er darüber hinaus noch Saxophon, dies im Schulorchester der IGS sowie in weiteren Formationen.

Vom armenischen Komponisten gab es außerdem noch die „Toccata“ und dieses virtuose Stück spielte eingangs der zweiten Konzertblocks Christof Heringer selbst, und zwar in einer faszinierenden Weise. Hervorzuheben ist aber auch das Können der Geschwister Reich, das sie vor allem bei ihren solistischen Darbietungen unter Beweis stellen. Katharina Reich spielte dabei Edvard Griegs „Solveigs Lied“ und ihre Schwester Anna konnte mit Reinhold Glieres „Prelude in D-Dur“ glänzen. Insgesamt erwiesen sich die konzertierenden Kinder und Jugendlichen allesamt als Jungpianisten, die für die Zukunft noch viel erwarten lassen, geschult und gefördert durch einen Mann, der seine Kunst weiterzugeben versteht.