Konzert mit „Con Anima“ (Daniela Schick – Sopran, Roman Gießing – Violoncello, Frank Kersting – Klavier), So, 25. 11. 18, 19 Uhr

Ensemble Con Anima

Roman Gießing, Cello, studierte in der Meisterklasse von Prof. André Navarra an der Musikakademie Detmold und zuletzt am Konservatorium für Musik in Wien. Zu seinen Konzertaktivitäten gehören Cello-, Kammer- und Solokonzerte in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Frank Kersting, Klavier, ist Studienleiter am Pfalztheater Kaiserslautern. Sein Klavierstudium führte ihn über die Musikakademie Detmold weiter an die Folkwang Hochschule für Musik in Essen, mit den Fächern Orchesterdirigieren und Chorleitung.

Antje Scotti-Pollmann, Violine, ist seit 2001 ist Frau Scotti-Pollmann als Lehrerin für Violine und Viola an der Musikschule Kusel tätig. Nach dem Studium an der Musikschule in Essen, war sie für einige Jahre an den Musikschulen tätig und verbrachte danach einige Zeit in Helsinki. Heute ist sie u. a. Konzertmeisterin im Orchester des Musikvereins Kusel.

Christiane Fritzinger, Sopran, wurde in Kaiserslautern geboren. Seit mehr als 20 Jahre ist sie nebenberuflich als Chorleiterin und C-Organistin im Kreis Kaiserslautern tätig. Im Vorfeld des Konzerts in Vinningen wurde sie leider krank und wird deshalb durch Daniela Schick vertreten.

Daniela Schick, Sopran, hatte schon mit sechs Jahren den Traum, später einmal Opernsängerin zu werden. Im Jahr 1979, mit 21 Jahren, erfüllte sich dieser Traum mit dem ersten Engagement. Zehn Jahre lang blieb sie den Brettern, die die Welt bedeuten, treu. Dann entschied sie sich für Familie und Kinder, blieb aber weiterhin freiberuflich tätig. Sie widmet sich besonders dem Kunstlied, ihrer großen Leidenschaft.

Daniela Schick

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Das Ensemble „Con Anima“, von links Frank Kersting, die Sopranistin Daniela Schick und Roman Gießing, konnte trotz Änderungen in der Besetzung in der „Alten Kirche“ durch seine Leistungen das Publikum zweifellos für sich einnehmen.

Beeindruckend besinnliche musikalische Reise mit „Con Anima“

Das Ensemble „Con Anima“ konnte im Kulturzentrum „Alte Kirche“ voll und ganz überzeugen, auch wenn die erkrankte Sängerin durch eine Kollegin ersetzt wurde und das vorgesehene Mitspiel der Violine entfallen musste. Die Sopranistin Daniela Schick erwies sich als herausragende Vertretung und der durch die Geigerin entstandene Lücke wusste das Ensemble souverän durch lediglich eine Programmänderung zu begegnen. Einziges Manko des Konzertabends: Leider waren nur wenige Zuhörer erschienen, doch diese bewiesen durch ihren Applaus, dass sie die Leistungen der Akteure voll und ganz schätzten.

Das Programm sah eine „musikalische Reise durch drei Jahrhunderte“ vor. Präsentiert wurden also Stücke von Komponisten aus dem 17. bis 19. Jahrhundert. Passend zum „Totenmonat“ waren in erster Linie sehr besinnliche bis religiöse Werke ausgewählt worden, die durch die drei Musiker in exzellenter Weise vorgetragen wurden. Das Zusammenwirken geschah in drei verschiedenen Versionen, das heißt fürs eine als Trio, fürs andere als Duo, bestehend aus Sängerin und Pianist oder aus Pianist und Cellist. Eröffnet wurde das Konzert mit Friedrich Händels „Singe Seele“, intoniert durch Daniela Schick, begleitet von Pianist Frank Kersting und Cellist Roman Gießing. Den Schlusspunkt setzten die drei dann mit einem weiteren Lied dieses Komponisten des 18. Jahrhunderts, nämlich dem Titel „Meine Seele singt“.

Hier wie auch bei allen weiteren Auftritten konnte die Sängerin erfolgreich unter Beweis stellen, dass sie über eine Stimme verfügte, die sie nuanciert und in allen Höhen beeindruckend einzusetzen versteht. Die beiden Begleiter unterstützten gleichermaßen sensibel sie versiert ihren Vortrag, so auch bei Johann Sebastian Bachs Werk „Schafe können sicher weiden“. Lediglich klavierbegleitet trug Daniela Schick Alessandro Stradellas „Sei mici Sospiri“ vor, den frühesten Titel der musikalischen Reise. In derselben Weise brachte die Sängerin auch Wolfgang Amadeus Mozarts „Tu virgium corona“ und Felix Mendelssohn-Bartholdys „Höre Israel“ vor und konnte auch damit die Zuhörer zweifellos für sich einnehmen.

Das geschah aber noch mehr bei zwei Versionen des bekannten „Ave Maria“. Fürs erste erklang eine Komposition des frühen 19. Jahrhunderts, nämlich des Italieners Luigi Cherubini und gleich danach eine Umsetzung  aus dem frühen 20. Jahrhundert, und zwar von Pietro Mascagni. Auch bei dieser Leistung wurde nicht mit Applaus gespart, nicht zuletzt auch für die einfühlsame Begleitung der vortragenden Sopranistin durch den Pianisten Frank Kersting.

Dieser spielte schließlich mit dem Cellisten Roman Gießing dann noch zwei Instrumentalstücke. Einmal war dies die „Sonate in d-moll“ des Holländers Wilhelm de Fesch, einem Violinisten und Komponisten des frühen 18. Jahrhunderts. Des weiteren glänzte das Instrumentalduo mit Gabriel Faurés „Elegie op. 24 für Violoncello und Klavier“.

Ohne Zweifel wurde „Con Anima“ mit seinen Vorträgen also allen Erwartungen gerecht und wurde dafür immer wieder mit dem wohlverdienten Beifall bedacht, das natürlich inbesonders zum Konzertende. Mit einer Zugabe taten die Akteure schließlich kund, dass man die Begeisterung des leider nur kleinen Publikums durchaus zu schätzen wusste.