Adventskonzert mit dem Pop- und Gospelchor „Sing!“ unter Katja Dietz, So, 9. 12. 18, 19 Uhr

“Sing!” mit Chorleiterin Katja Dietz

Der Chor “Sing!” wurde im April 2017 von Chorleiterin Katja Dietz als Projektchor ins Leben gerufen. Beim Informationsabend waren zehn Interessierte anwesend, bei den ersten Proben stieg die Zahl schon auf knapp zwanzig, bei den Proben für das zweite Konzert nahm die Zahl erneut zu und beträgt inzwischen knapp 30 Sängerinnen und Sänger. Der erste Auftritt fand beim Band- und Chorfestival im Juni 2017 in der Pirmasenser Johanneskirche statt. Weitere Termine folgten. Das Repertoire vergrö0ert sich permanent.

Für das Adventskonzert wird sich der Chor weihnachtlichen Pop- und Gospelsongs wie „Go, tell it on the mountains“, „Soon and very soon“, „The night that Christ was born“, aber auch deutschen Liedern in modernem Stil wie „Stern über Bethlehem“, „Zeichen in der Nacht“, „Arm und klein“ widmen. Geprobt wird dienstags von 20 bis 21.30 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus in Höhmühlbach.

“Sing!” mit Chorleiterin Katja Dietz

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Der erst 2017 ins Leben gerufene Chor „Sing!“ unter Katja Dietz glänzte bei seinem ersten komplett allein bestrittenen Konzert, einem Adventskonzert in der „Alten Kirche“ von Vinningen, mit einem Reigen vorwiegend zeitgenössischer Lieder.

Junger Chor „Sing!“

gestaltet erstmals ein komplettes und gelungenes Adventskonzert

Voll besetzt präsentierte sich Vinningens Kulturzentrum „Alte Kirche“, als der Pop- und Gospelchor „Sing!“ unter der Leitung von Katja Dietz auf der in rötliches Licht getauchten Bühne mit dem bekannten und a capella gesungenen „Go tell it on the mountain“ sein Adventskonzert eröffnete. Die erst 2017 als Projektchor gegründete Gemeinschaft von 24 Sängern und Sängerinnen bewies in der Folge, dass man die relativ kurze Zeit seitdem hervorragend genutzt hatte und mit einem Gesang aufwarten konnte, der einem schon lange etablierten Chor nicht nachsteht. Damit schloss man nahtlos an den Erstauftritt beim Adventskonzert 2017 in Höhmühlbach an, bei dem man allerdings nur eine Konzerthälfte bestreiten musste.

Dem Auftaktlied ließen die 17 Frauen und 7 Männer weitere Lieder in Englisch oder Deutsch folgen, jeweils von der Dirigentin am Klavier begleitet. Nicht zu überhören war, dass die einzelnen Stimmen ihren Part souverän beherrschten und auch das Zusammenspiel bestens klappte. Ebenfalls optimal erwies sich die Anpassung an den jeweiligen Inhalt, sowohl durch die Lautstärke als auch die Betonung. Auch an der Textartikulation gab es nichts auszusetzen. Zeitgenössisches stand im Vordergrund, Traditionelles wie beispielsweise das Gospel „This little light of mine“ wurde nicht vergessen.

Doch die Betonung lag eindeutig auf Titeln der Gegenwart. So fanden sich drei Mal vertonte Text der 1964 geborenen Susanne Brandt, so bei „Zeichen in der Nacht“, bei „Zweifeln und Fragen“ und schließlich im zweiten Block bei „Arm und klein“. Entsprechendes galt natürlich auch für die Musik, die bei zwei Liedern von Oliver Seidel, Jahrgang 1977, stammte. Mit dabei war in dieser Sparte auch eine Melodie des zeitgenössischen Kirchenmusikers Martin Sellke. Die Bevorzugung von Modernem war auch bei den englischen Titeln zu registrieren, so auch beim vorletzten Lied „The night that Christ was born“ mit Text und Melodie des amerikanischen Gospel-Musikers Kirk Franklin, Jahrgang 1970.

Auch das Schlusslied des ersten Konzertblocks, „Soon and very soon“ stammt aus unsrer Zeit. Text und Melodie wurden geschrieben vom 2015 verstorbenen amerikanischen Gospelsänger Andrae Crouch. Vom deutschen Komponisten und Chorleiter Stephan Zebe, der allerdings unter dem Pseudonym Jeff Guillen seine Werke veröffentlicht, kommt der Titel „This child“, das zuvor gesungen wurde.

Mit einer Besonderheit wurde nach der Pause weitergemacht. Die Männer blieben im Hintergrund des Kirchenschiffs und lediglich die Frauen wanderten zur Bühne. Dort sangen sie dann als reiner Frauenchor die beiden Titel „Infant holy, Infant lowly“ und „There is no rose“. Die Musik des ersteren schrieb die 1942 geborene Sarah Watts, die des letzteren der zeitgenössische Komponist Geoffrey Nobes. Vom ebenfalls noch lebenden amerikanischen Komponisten Carl Strommen kommt der wieder von allen Stimmen gesungene Titel „Now and forever Christmas“, und zwar sowohl Text wie auch die Melodie.

Nach immer wieder zu hörendem kräftigem Zwischenbeifall wurden die Akteure nach dem Schlusslied „One Song“ mit langanhaltendem Schlussapplaus bedacht. Das führte dann zu einer Zugabe, bei der es allerdings nicht blieb. Ohne eine weitere, nämlich das deutsche „Stern über Bethlehem“, durften die Akteure nicht von der Bühne.

Zwei Lieder wurden ohne die Männerstimmen, d. h. vom Frauenchor gesungen