“Evening of song — Lieder aus aller Welt” mit den “Goldenen Stimmen aus Bulgarien”, Sonntag, 14. 4. 2019, 19 Uhr

Der ganze Raum wird durchdrungen vom leidenschaftlichen Klang der bulgarischen Opernsaenger – jeder hat sein Fach studiert und jeder ist gefragter Solist – fuer grosse Rollen auf Opernbuehnen und bei namhaften Choeren.Sakrale Gesaenge, Opernarien oder folkloristisch gepraegte Stuecke begeistern das Publikum ueberall, wo  „Sacralissimo“ auftritt. 

Die Mitglieder von „Sacralissimo“:


Dilian Kushev

Der Bariton Dilian Kushev, Preistraeger-Royal College of Music London,April 2013, mit dem facettenreicher Bariton klingt mal hell und strahlend – mal dunkel und samtig. Sein Vortrag geht tief unter die Haut.


Konstantin Iankov

Konstantin Iankov ist einer der bekanntesten lyrisch-dramatischen Tenöre in Bulgarien. Bereits im Alter von 25 Jahren trat er an der Staatsoper von Sofia auf. Seitdem ist er dort ein gefragter Solist. Er sang zusammen mit den berühmtesten Opernstars der Welt. Er ist Preisträger verschiedener Wettbewerbe. Sein Repertoire umfasst Opern- und Konzertstücke russischer, deutscher und italienischer Komponisten.


Wjara Nikolaeva

Die Mezzospranistin Wjara Nikolaeva ist Preistraegerin 2014 der Goldenen Lyra für Musik der Staatsoper in Varna. Sie feierte ihr Debüt auf der Bühne der Nationaloper als Rosina in “Der Barbier von Sevilla”.


Andrei Angelov

Der Pianist Andrei Angelov, einfühlsamer Begleiter am Klavier, bekommt auch Gelegenheit, seine wahre Virtuosität im eigenen Soli auszuleben.

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Ein gesanglich-musikalisches Glanzstück lieferten die vier Künstler des Ensembles „Sacralissimo“ im Kulturzentrum „Alte Kirche“, von links der Tenor Konstantin Iankov, die Mezzosopranistin Wjara Nikolaeva und der Bariton Dilian Kushev, allesamt begleitet vom Pianisten Andrei Angelov.

„Sacralissimo“

beeindruckt mit gesanglich-musikalischer Glanzleistung

Weit mehr Zuhörer als die gut 60 Musikinteressierten hätte das gleichermaßen grandiose wie zu Herzen gehende Konzert der vier Künstler des bulgarischen Ensembles „Sacralissimo“ im Kulturzentrum „Alte Kirche“ verdient. Die „Goldenen Stimmen aus Bulgarien“ präsentierten bei ihrem vierten Auftritt in dieser Örtlichkeit diesmal „Lieder aus aller Welt“. Dazu hatten sie sich größtenteils Titel ausgesucht, die immer wieder gern gehört werden, weil sie von zeitloser Qualität sind.

            Für den Ensembleleiter, den Bariton Dilian Kushev, war es mit Vorausauftritten in 2015, 2016 und 2017 das vierte Mal, dass er in Vinningens Kulturtempel seine überaus kraftvolle Stimme erschallen ließ. Pianist Andrei Angelov, der nicht nur versiert begleitete, sondern auch mit Mozarts „Türkischem Marsch“ in einem modernen Arrangement seine Virtuosität als Solist demonstrierte, war 2017 erstmals mit von der Partie. Ihr Debüt in Vinningen begingen in exzellenter Weise die Mezzosopranistin Wjara Nikolaeva und der Tenor Konstantin Iankov.

            Agiert wurde durch die drei Gesangskünstler solistisch, im Duett und zweimal auch als Trio. So eröffnete dieses das Konzert stimmgewaltig mit „La spagniola“ und beschloss es nach gut anderthalb Stunden schließlich mit „O sole mio“. Dazwischen beeindruckte Konstantin Iankov beispielsweise mit einem raumfüllenden „Granada“ und Wjara Nikolaeva sang mit Inbrunst die russische Romanz „Ja wstretil vas“. Dilian Kushev beschenkte das beifallsfreudige Publikum mit „You raise me up“ und Leonard Cohens „Halleluja“, bei dem er sogar das Publikum als Hintergrundchor mit einbezog.

            Im Duett sangen Iankov und Kushev gefühlvoll das ukrainische Volkslied „Misjaz na nebi“, während das Duett Iankov/Nikolaeva den ersten Konzertblock bestens aufeinander eingespielt mit dem bekannten „Brindisi“ beschlossen. Aber auch Kushev sang zusammen mit seiner Kollegin, und zwar die ebenso immer wieder gern gehörte Operettenmelodie „Lippen schweigen“ aus Franz Lehars Werk „Die lustige Witwe“. In Abänderung des vorliegenden Programms erfreuten die Sänger aber auch ganz besonders mit einem Ohrwurm des neapolitanischen Komponisten Ernesto de Curtis, nämlich dem fast zu Tränen rührenden „Non ti scordar di me“.

            Keine Frage, dass die Künstler nicht ohne eine ganze Reihe von Zugaben die Chorraum-Bühne verlassen durften. Nach immer wieder kräftigen und langanhaltenden Zwischenbeifällen für jede gesangliche Darbietung entwickelte sich der Schlussapplaus zu einer Art Ovation, die nicht enden wollte, und dieses Anerkennungsspektakel hatten sich die Bühnenakteure auch wahrlich verdient. So kann jeder, der dieses Konzert genießen durfte, nur hoffen, dass es in der Zukunft auch noch zu einem fünften Auftritt von „Sacralissimo“ in der „Alten Kirche“ von Vinningen kommen wird.