Ausstellung des Malers Jürgen Kupper, Sonntag, 18. 8. 2019, 15 Uhr

Jürgen Kupper im “Haus am Lindenbrunnen”

Jürgen Kupper

Jahrgang 1962

Chemiker

Wohnhaft in Pirmasens

Malausbildung bei der Malerin Maria Edrich del Rosario in Schopp

Techniken:

Acryl, Öl, Pastellkreide, Tusche und Aquarell auf Leinwand

Ausstellungen:

VHS – Kaiserslautern

GDA – Trippstadt

Frisuren Galerie – Niederolm

Dauerausstellungen bei Brigitte Kreativ in Pirmasens-Ruhbank

Atelier mit Ausstellung im „Haus am Lindenbrunnen“ in Vinningen





Ein Werk des Malers Jürgen Kupper

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Der Pirmasenser Maler Jürgen Kupper zusammen mit seinem Laudator Aloys Edrich (von rechts) vor einigen seiner Bilder im Schiff der „Alten Kirche“

Jürgen Kupper präsentiert Bilder in allen Räumen

Ein reges Interesse von Kunstinteressierten konnte die Malerei-Ausstellung von Jürgen Kupper im Kulturzentrum „Alte Kirche“ registrieren. Die Ausstellungseröffnung wurde von zwei Mitgliedern der Kaiserslauterner Rockband LIO umrahmt, Sänger Leonard Stahl und Gitarrist Marco Gries. Begrüßt wurden die Besucher von nah und fern durch den Kulturbeauftragten der Gemeinde. Die Laudatio auf den Künstler und sein Werk hielt Aloys Edrich, Ehemann der Malerin Maria Del Rosario-Edrich.

            Der Kulturbeauftragte verwies in seiner kurzen Rede darauf, dass es sich um die zweite Ausstellung dieses Jahres und die 82. seit Aufnahme des Kulturbetriebs im denkmalgeschützten Gebäude um die Jahresmitte 1997 handle. Mit Jürgen Kupper stelle erstmals ein Künstler aus, der als Inhaber des unterhalb liegenden „Hauses am Lindenbrunnen“ in engem Bezug zum Ort stehe, auch wenn er in Pirmasens wohne. Weiterhin informierte er, dass der Aussteller alle Räumlichkeiten für seine 53 mittelformatigen Bilder in verschiedenen Techniken nutze, das heißt sowohl Kirchenschiff und Chorraum als auch die drei Turmobergeschosse. Das erlaube auch eine gewisse Gliederung der Exponate nach Technik und Inhalt.

            Aloys Edrich sprach von einem „wunderbaren Ambiente“ für die Bilder. Das gelte für die „Alte Kirche“ wie für das ebenfalls zu Ausstellungszwecken genutzte „Haus am Lindenbrunnen“ und werde wohl auch gelten, wenn das ein oder andere Bild nach dem möglichen Besitzwechsel wieder an einem privaten Ort aufgehängt werde. Was die Interpretation der Kupper-Bilder betrifft, so verwies Edrich auf die Figur des Herrn Keuner, geschaffen durch Berthold Brecht, um sich zu vielen Fragen des Lebens zu äußern, so auch zur Kunst. Die in diesen Brecht-Geschichten auftauchende Kinderzeichnung eines Bauernhofs mit einem dreibeinigen Huhn, das diesen überfliegt, bewegt Herr Keuner zur Frage an das Kind, warum das Huhn über ein drittes Bein verfügt. Die Antwort: Weil Hühner normalerweise nicht fliegen können, braucht es dieses Bein, um sich abzustoßen.

            Davon leitete Edrich seinen Ratschlag ab: Wer ein Bild des Malers für ungewöhnlich halte beziehungsweise es nicht verstehe, der möge sich an den Urheber selbst wenden und danach fragen. Die künstlerische Freiheit erlaube sozusagen alles. Deshalb möge der Bildbetrachter nicht zu einem vorschnellen Urteil kommen, sondern den Künstler jeweils mit einbeziehen. Jürgen Kupper sei im Hinblick auf seine Freizeitbeschäftigung vorbelastet. Ein Großonkel von ihm habe sich schon durch seine Illustrationen von Kinderbüchern einen Namen gemacht. Auch die Tante, Maria Schwartz, die verstorbene ehemalige Inhaberin des „Hauses am Lindenbrunnen“, habe gemalt, dies dann aber aufgegeben, um sich mit der Organisation von Konzertveranstaltungen in ihrem Hause zu befassen.

            Jürgen Kupper habe schon in seiner Kindheit mit Begeisterung gezeichnet und gemalt, als Schüler dann aber auch eine große Vorliebe für die Naturwissenschaft entwickelt. Letztere habe dann zum Beruf als Chemiker geführt, der Eigenschaften wie Genauigkeit und Exaktheit fordert, denen man in der Kunst nicht unterworfen ist, so Edrich. Vielleicht waren es die Verlockungen dieser Freiheit, die Jürgen Kupper wieder zur Beschäftigung mit der Malerei führten, und zwar in Form von Kursbesuchen bei der Malerin Maria Del Rosario-Edrich in Schopp. Daraus entstand dann eine über zehnjährige Zusammenarbeit mit dieser Künstlerin, die bei der aktuellen Ausstellung ebenfalls anwesend war und im Jahr 2010 ebenfalls eine Einzelausstellung in Vinningens „Alter Kirche“ durchführte. Beide profitieren von dieser Kooperation, so der Laudator, der an Jürgen Kupper appellierte, auch nach dem Umzug der Malerin nach Saarlouis das gegenseitige Befruchten weiterlaufen zu lassen.


Der Pirmasenser Maler Jürgen Kupper zusammen mit seinem Laudator Aloys Edrich (von rechts) vor einigen seiner Bilder im Turm der „Alten Kirche“