Konzert mit dem „Nalbacher Blockflötenensemble“ unter Franz Schumacher, Sonntag, 3. 2. 19, 19 Uhr

                Nalbacher Blockflötenensemble unter Franz Schumacher

„Die Geburt“ des Blockflötenensembles Nalbach vollzieht sich über eine längere Zeitspanne. Mit Eintritt in die erste Grundschulklasse lernen die Kinder neben rechnen, schreiben, lesen im Musikunterricht parallel zum Singen auch das Formen von Tönen auf der Sopran -Blockflöte. Mit zunehmender Spannweite der Finger kam das zweite Instrument dazu , die Alt-Blockflöte.

Irgendwann waren die Schüler der Grundschule entwachsen, die Spannweite der Finger war auch gewachsen, und das Spielen der Tenor- und Bass-Instrumente war möglich geworden.

Interessierte Schüler bildeten sich in der Kreismusikschule Saarlouis weiter und so formte sich ein vierstimmiger Klangkörper.

Seit nun 33 Jahren musiziert das Ensemble unter der Leitung von Franz Schumacher – in der aktuellen Besetzung seit 17 Jahren.

Konzertreisen führten nach Aachen, Colmar, Maastricht und Prag.

Das Repertoire des Ensembles reicht von der Renaissance und dem Barock über die Klassik und die Romantik bis hin zur Moderne.

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Nalbacher Blockflötenensemble unter Franz Schumacher

Blockflötenensembe in Hochform

Unterstützt durch die dem Holzblasinstrument entgegenkommende sensible Akustik der „Alten Kirche“, präsentierte sich das „Nalbacher Blockflötenensemble“ unter der Leitung von Franz Schumacher beim jüngsten Konzert in Hochform. Leider waren es nur wenige Zuhörer, die an der musikalischen Reise durch Barock, Klassik und vor allem die Moderne teilnahmen und durch kräftigen Applaus honorierten.

            Die acht Flötistinnen des vierstimmig agierenden Ensembles eröffneten ihr Angebot mit drei Barockstücken, die original für Blockflöte geschrieben sind. Fürs eine war dies das „Kyrie“ aus der „Messe de minuit pour noel“ von Marc-Antoine Charpentier, fürs andere zwei Werke des Komponisten-Zeitgenossen Georg Friedrich Händel, und zwar aus der „Wassermusik“ der Teil „Aire“ und aus der Oper „Xerxes“ das „Largo“. Schon bei dieser Auftaktmusik zeigte sich, dass die Mitglieder des Ensembles bestens aufeinander abgestimmt sind, spielt man doch schon seit 18 Jahren zusammen.

            Drei Stücke aus der Klassik füllten den Rest des ersten Konzertblocks. Von Joseph Haydn, und zwar aus dessen „Kaiserquartett“ hatte man sich den 2. Satz „Thema und Variationen“ herausgesucht und intonierte diesen, der zum Lied „Gott erhalte Franz den Kaiser“ und schließlich zur Melodie des Deutschlandlieds geführt hatte, in beeindruckender Weise. Das galt aber auch für zwei Mozartkompositionen, zum einen den „Marsch der Priester“ aus der Oper „Die Zauberflöte“, zum andern die Exposition aus dem 1. Satz der „Symphonie Nr. 40“. Auch dabei demonstrierten die Ensemblemitglieder, teilweise auch durch Platz- und Instrumentenwechsel, wie versiert sie allen Anforderungen gerecht werden.

            Die kleinen Pausen zwischen den Stücken nutzte der Dirigent immer wieder, sowohl auf die Vita des Ensembles als auch auf die Komponisten und die ausgewählten Werke einzugehen. Hatte man schon bei den alten Meistern gezeigt, wozu man instrumental in der Lage ist, traf dies auch bei den Titel aus dem 20. Jahrhundert zu, die nach der Pause aus dem Füllhorn geschüttet wurden. Die Eröffnung geschah mit dem bekannten „El condor pasa“, führte weiter über das ebenso beliebte „The Entertainer“ und führte  schließlich zur „Harry Lime“-Melodie aus dem Film „Der dritte Mann“ sowie zum „Wild Cats Blues“. Danach präsentierte das Oktett den ABBA-Ohrwurm „Mamma Mia“ und widmete sich abschließend Musical-Melodien.

            Begonnen wurde mit zwei Titeln aus dem Musical „Tanz der Vampire“ von Jim Steinman und Michael Kunze. Ausgewählt hatte sich das Ensemble einmal „Ewigkeit“ und des weiteren „Wenn Liebe in dir ist“. Beides wurde exzellent interpretiert. Den Schlusspunkt setzten die Blockflöten-Künstlerinnen, alles ehemalige Schülerinnen von Lehrer a. D. Franz Schumacher, mit Erfolgstiteln von Andrew Lloyd Webber, und zwar allesamt aus dem Musical „Das Phantom der Oper“. Zum einen intonierte man das immer wieder gern gehörte „Wishing you were somehow here again“, zum anderm einen Medley etlicher Melodien aus diesem Werk.

            Die offensichtliche Begeisterung der Zuhörer wurde schnell vom Ensemble wahrgenommen und erzeugte dort die entsprechende Resonanz, sprich Steigerung der Spielfreude. Diese hielt auch an bis zum Schluss und führte zu einem entsprechend starken und langanhaltenden Beifall am Konzertende. So war es auch klar, das das Ensemble aus der Nähe von Saarlouis nicht ohne Zugabe von der Bühne durfte. Es war zweifellos durch das Konzert gelungen, glänzend zu zeigen, dass das relativ einfach gebaute Holzblasinstrument in seinen verschiedenen Ausführungen durchaus in der Lage ist, bei entsprechend gekonnter Bedienung zu einem konzertanten Höhepunkt zu führen.






Das „Nalbalcher Blockflötenensemble“ unter der Leitung von Franz Schumacher wartete im Kulturzentrum „Alte Kirche“ mit einem vierstimmig exzellent vorgetragenen Melodienreigen aus Vergangenheit und Gegenwart auf.