“Ensembles der Kreismusikschule Südwestpfalz musizieren”, Sonntag, 5. 5. 2019, 17 Uhr

“Flöten in Jeans” unter Michel Roublot beim Auftritt 2018

Wie in den Vorjahren wollen auch in diesem Jahr, und zwar zum 20. Mal Ensembles der Kreismusikschule Südwestpfalz durch gekonnte Vorträge erfreuen!

Ensembles vom Duo bis hin zum vielköpfigen Klangkörper präsentierten alte wie neue Instrumentalmusik per Blockflöte, Gitarre, Querflöte, Klarinette, Klavier und Geige. Gelegentlich wird zur Musik auch noch gesungen.

Im einzelnen beteiligen sich in diesem Jahr nachfolgende Gruppen:

— das Blockflöten-Ensemble „Whoop it up“ (Karin Wiesner)

— die Klavierschülergruppe „Grazy Ducks“ (Karin Wiesner)

— das Gitarren-Gesangs-Ensemble „Grenadeapples“ (Harald Bellaire)

— die Querflöten-Ensembles „Flöten in Jeans“ (Michel Roublot)

— das Saxophon-Ensemble „Saxpäck“ (Christine Kupperroth)

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“Saxpäck” mit Saskia Scherer (Sopransaxophon), Dorothee Nist (Altsaxophon), Musiklehrerin Christine Kupperoth (Tenorsaxophon) und René Dully (Baritonsaxophon)

Ensembles der Kreismusikschule
gestalten ansprechendes Konzert

Im erfreulich besetzten Kulturzentrum „Alte Kirche“ boten unter dem Motto „Ensembles musizieren“ insgesamt sechs musikalische Gruppierungen der Kreismusikschule Südwestpfalz ein vor allem durch seine Vielfalt sehr ansprechendes Programm. Gegeben war letzteres durch die unterschiedliche Instrumentierung, aber auch die Mischung aus alter und neuer Musik. Gekennzeichnet war die 20. Aufführung dieser Art aber auch durch den zugenommenen Anteil an Gesang.
            Eine Besonderheit stellte die instrumentale Mitwirkung der neuen Leiterin der KMS, Denise Hartmann, Nachfolgerin des in den Ruhestand verabschiedeten langjährigen Leiters Roland Schwindinger, dar. Sie sprang bei der Blockflöten-Gruppe „Whoop it up“ als Ersatz für Musiklehrerin Karin Wiesner ein und konnte erst kurz vor der Aufführung das Zusammenspiel mit den fünf beteiligten Schülern üben. Ihr Kollegin hatte sich am Vortag bei einem Unfall am linken Arm verletzt, wurde dort eingegipst und konnte in der Folge zum geplanten Mitspiel nicht antreten. Denise Hartmann, ebenfalls Lehrerin für Blockflöte, füllte die Lücke souverän aus.
            Das Sextett trat gleich zum Konzertbeginn auf und bot mit „Tango 4“ und „Whispering“ zwei moderne und mit dem bekannten „Air“ von Johann Sebastian Bach auch ein Beispiel für klassische Musik. Beides wurde gleichermaßen gekonnt dargeboten und erhielt auch den verdienten Beifall. Mitwirkende waren im einzelnen neben der Lehrerin die Musikschüler Charlotte Freiler, Melina Lohr, Helene Rubeck, Stefanie Ruble und Hendrik Wolf.
            Den Liedtitel „Hopelessly devotet to you” aus dem Musical “Grease” hatte sich die von Lehrerin Ursula Herzel betreute Gesangsschülerin Lea Ahmed vorgenommen und trug diesen, gitarrebegleitet von Leroy Traebert, Schüler von Musiklehrer Harald Bellaire, exzellent vor. Das Duo erwies sich bestens aufeinander eingespielt.
            Als drittes Ensemble des ersten Konzertblocks traten die „Crazy Ducks“ aus der Klavierklasse von Karin Wiesner auf, und zwar mit einem ganz besonderen Stück, nämlich dem „Entenschwarm“ von Christoph Busching. Der vor sechs Jahren verstorbene Klavierpädagoge und Komponist zahlreicher Klavierstücke hatte sich das Kinderlied „Alle meine Entchen“ vorgenommen und es jeweils in landestypischer Weise für etwa ein Dutzend Länder umgeschrieben, und zwar für zwei- und vierhändiges Spielen. Neun Musikschüler taten dies in fortlaufendem Wechsel. Beteiligt an dieser ungewöhnlichen, aber auch sehr interessanten Vorführung waren Julia Arcangeli, Charlotte Freiler, Lucas Mendes, Laura Müller, Jannis Rayer, Valentin Reitnauer, Anne Rindchen, Katharina Schmitz und Katharina Schwarz.
            Die erste Darbietung nach der Pause steuerten dann die „Flöten in Jeans“ unter der Leitung von Michel Roublot, souverän wie immer. Ausgewählt hatten sie sich zum Auftakt Francois-Joseph Gossecs „Tambourin“, spielten anschließend Emile Waldteufels „Frühling und Liebe“ und endeten mit Johann Sebastian Bachs „Badinerie“. Beim ersten wie auch beim letzten Stück spielte der Musiklehrer als Solist selbst mit. Mitspielerin durchweg war auch Lehrerin Christine Kupperoth, die sich anschließend mit ihrer Gruppe „Saxpäck“ der Saxophonmusik widmete. Das Quartett bot sehr ansprechend zwei moderne Stücke, und zwar Sammy Nesticos „The Delightful“ und Heiner Wibernys „Here comes Julian“. Beteiligt waren neben dem Tenorsaxophon der Lehrerin das Sopransaxophon von Saskia Scherer, das Altsaxophon von Dorothee Nist und das Baritonsaxophon von René Dully.
            Zu einem mehrfachen Gesangsauftritt einer noch nicht allzu lange existierenden Gruppe kam es dann zum Schluss. Die „Grenadeapples“ mit der Sängerin Anna Wernicke traten mit fünf Songs an. Die Liedbegleitung gestalteten bestens die Gitarristen David Faust und Philipp Reiser, den Bass spielte Rabea Sester und Paul Könnel steuerte das Klavierspiel bei. Betreut wird das Ensemble durch Musiklehrer Harald Bellaire, der bislang über viele Jahre hin jeweils mit seiner Gitarrengruppe „Stringwalkers“ angetreten war, aus der auch Sängerin wie Gitarristen hervorgegangen waren. Ihr geplantes Angebot endete zwar mit einem mitreißend vorgetragenen „Angie“ von den „Rolling Stones“, doch der langanhaltende Beifall des Publikums animierte schließlich noch zu einer Zugabe als endgültigem Schlusspunkt eines wohlgelungenen Konzertabends.

Das Konzert „Ensembles musizieren“ in Vinningens Kulturzentrum „Alte Kirche“ wurde mit einem gelungenen erstmaligen Auftritt der „Grenadeapples“, betreut von Musiklehrer Harald Bellaire, beendet, von links Philipp Reiser, Gitarre, Anna Wernicke, Gesang, David Faust, Gitarre, Rabea Sester, Bass, und Paul Könnel, Klavier.